Bericht Hauptversammlung 2022

von Andreas Bühler

Freitag, 16. September 2022

Die diesjährige Versammlung konnte wieder, wie gewohnt, im Obergeschoss des Feuerwehrhauses stattfinden. Außer der Einsatz- und Altersabteilung, Bürgermeister M. Lutz und der Ordnungsamtsleiterin K. Jacob waren eine Vielzahl an Gemeinderäten mit dabei und die „Blaulichtorganisationen“ waren ebenfalls vertreten.

In seinem Bericht sprach Kommandant Albert Kayser „keine großen Sachen“ an. Aber seit März 2022 herrscht wieder normaler Betrieb in der Feuerwehr und es war im Berichtszeitraum auch gelungen, den holzbefeuerten Container der IFRT zu besuchen und Atemschutzschulungen durchzuführen. Ein Tageslehrgang mit 2 Gruppen zeigte den Teilnehmern die Nutzung des Haligan-Tools auf und brachte viel Input.
Der Maibaum konnte gestellt und auch ein Tag der offenen Tür wieder stattfinden. Dafür steht auch schon die Planung im nächsten Jahr: 17. und 18. Juni 2023.
Beim Sommerferienprogramm waren in diesem Jahr 55 Kinds mit dabei.
Zwei Gruppen mit Waldenbucher Feuerwehrmitgliedern schlossen das Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich ab.
Als nächste große Beschaffungsmaßnahme steht nun eine neue Einsatzuniform an und Kdt. Kayser stimmt die Gemeinderäte darauf ein, dass die Feuerwehr diese neue Bekleidung noch bei einer Sitzung, in der darüber beraten wird, vorstellt. Auch in diesem Bereich kennen die Preise aktuell nur eine Richtung, nämlich nach oben. Im Jahr 2024 sollen dann die Sirenen im Landkreis wieder zurückkehren.
Für die meisten Besuch im Hallenbad bekam Martin Wolf die obligatorische „Bade-Ente“ vom Kommandanten überreicht.
Die Einsatzabteilung, so führte Kayser weiter aus, besteht aktuell aus 66 Mitgliedern, deren Durchschnittsalter bei 33,5 Jahren liegt. In der Altersabteilung sind 13 Mitgliedern. Zwei Eintritte gab es im Berichtsjahr und es bleibt festzustellen, dass ein Quereinstieg in die Feuerwehr schwierig ist.

Nun folgte der Bericht des Schriftführers Michael Fricke, der die 61 Einsätze im Berichtsjahr Revue passieren ließ.

Auch die Berichte des Kassiers, Thomas Raff, und der Altersabteilung, den Robert Klein hielt, zeigten noch ein wenig „Corona-Lücken“, aber der Ausblick weißt schon Besserung auf. So konnten die Senioren wieder von einigen gemeinsamen Veranstaltungen berichten.

Den Bericht für die Jugendfeuerwehr übernahmen Christian Haack und Achim Neff und sie führten aus, dass Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr vom letzten zu diesem Jahr zunächst von 11 auf 16 Mitglieder gestiegen ist. Aktuell liegt sie nun bei 22, was sicher auch darauf zurückführen ist, dass nach dem coronabedingten Aussetzen nun die Jugendarbeit wieder voll durchgestartet ist. Von den 102 Mitglieder, die bisher in der Jugendfeuerwehr waren bzw. sind, haben 49 in die Einsatzabteilung gewechselt. Das ist ein Beleg für eine gute Jugendarbeit.
Die beiden dankten der im Berichtsjahr durch Wegzug ausgeschiedenen bisherigen Leiterin der Jugendfeuerwehr, Mirijam Meier für ihren Einsatz.

Bürgermeister Michael Lutz ging in einen Rückblick auf das vergangene Jahr darauf ein, dass verrückte und außergewöhnliche Zeiten, nicht nur in der Feuerwehrkasse, hinter uns liegen. Die Feuerwehren, Polizei, DRK und DLRG gaben in diesen Monaten jedoch durch ihr Tun Sicherheit. Die Bundeswehr wird für ihren Anteil an der Sicherheit 100 Mrd. Euro bekommen und Lutz zog einen Vergeblich zur anstehenden Beschaffung der Einsatzkleidung, die auch ein Mehr an Sicherheit bringt.
Der Feuerwehr begegnen neue Dimensionen: Hitze, Wasser - dafür muss ein bestmöglicher Schutz zur Verfügung stehen. Blickt in den Herbst oder Winter, dann stellt man bei manchen Szenarien, wie Blackout oder ausbleibende Gaslieferung, fest, dass die Stadt und die Bürgerschaft die Feuerwehr mehr denn je brauchen. Denn die Rahmenbedingungen zeigen auf, dass wir von einer Krise in die nächste kommen.
Auch der Bürgermeister sieht, dass Feuerwehr in Präsenz üben muss. Die Frage musss gestellt werden können: was ist digitalisiert richtig und was muss anders gemacht werden.
Hier sieht Lutz die exzellente Arbeit der Jugendfeuerwehr nach Corona auch verortet. So funktioniert die Feuerwehr-Familie.
Bei der Einführung der Sirenen für den Bevölkerungsschutz sieht Lutz ein „Windhund-Prinzip“, der Schnellste kommt zum Zug, aber er sieht ein gemeinsames Vorgehen für zwingend geboten, denn hier gehören die Kräfte gebündelt. Und der Weg bis zur Umsetzung dauert einfach zu lange.
Am Schluss sprach Lutz einen herzlichen Dank an die Feuerwehr für die geleistete Arbeit aus.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehr-Verbandes, Markus Priesching, führte aus, dass er Präsenz auch befürwortet und gerne bei den Feuerwehren unterwegs ist. Er sieht in Waldenbuch eine solide Arbeit, auch gerade bei der Nachwuchsgewinnung. Das ist bei weitem nicht mehr bei allen Feuerwehren im Land der Fall.
Da das Innenministerium die Feuerwehr als kritische Infrastruktur ansieht, waren die coronabedingten Einschränkungen geboten gewesen. Zum E-Learning führte Priesching aus, dass dies „hemdsärmelig“ gestartet war, aber dennoch die Kommunen weitgehend selbst über die Feuerwehrausbildung entscheiden können. Und Waldenbuch stellt ja auch eine Riehe von Kreisausbildern und kann Einfluss nehmen.
Die gegenseitige Hilfe, auch bei Großschadenslagen wie im Ahrtal und vom Einsatzkräfte-Nachsorge-Team, sind gelebte Wirklichkeit. Es sind Verbindungen ins Ahrtal entstanden, die bis heute halten. Aber andere Themen wie Krieg und Energiekrise, machen das leider vergessen.
Für Priesching gehören beim Thema „Sirenen“ auch die Information der Bevölkerung zwingen zu diesem Konzept dazu. Die Leute wissen aktuell nicht, was eine Sirenenwarnung bedeutet und was zu tun ist.
Zuletzt danke Priesching Alber Kayser für seine kritische Begleitung und dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für die Unterstützung der Feuerwehr Waldenbuch in allen Belangen.

Nach der Entlastung von Kassier Thomas Raff wurde in der nachfolgenden Wahl Tobias Stauch als Ausschussmitglied wiedergewählt.

Beförderung zur Feuerwehrfrau / zum Feuerwehrmann:
Benedikt Guba, Marcel Ottmüller, Jessica Raff, Timo Raff,

Beförderung zur zum Oberfeuerwehrmann:
Jan Ottmüller

Beförderung zur Oberbrandmeister:
Simon Schmid

Eine Ehrung für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielt:
Heike Fichtner

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:
Michael Dieterle, Simon Schmid

Vom DRK dankte Björn Henzler für die gute Zusammenarbeit und den funktionierenden Austausch zwischen den Organisationen. Und er gab dazu noch eine Anekdote vom gemeinsam abgearbeiteten Waldbrand weiter.

Für das Einsatzkräfte-Nachsorge-Team (ENT-BB) bedankte sich Andreas Bühler für die hervorragende Mithilfe bei den beiden Wochenendlehrgängen, die im Berichtsjahr stattgefunden hatten.

Der Steinenbronner Kommandant, Stefan Turata, griff die geleistete Arbeit von Albert Kayser dankend auf und stellte in seinem Grußwort dar, dass „wir bei der Feuerwehr eins sind“.

A. Kayser wies am Ende der Hauptversammlung darauf hin, dass die Verwaltungsarbeit ständig zunimmt und oftmals, so wie z.B. bei den Online-Lehrgangsmeldungen, nichts zurückkommt. Und eine kritische Anmerkung zum E-Learning gab er auch weiter: im E-Learning kann man Schere und Spreizer gelehrt bekommen, aber wie schwer die Geräte sind, lernt man nur in der Praxis.
Er wünscht sich, dass die Feuerwehr an ihrem Spirit arbeitet und sich alles wieder mit Leben füllt. Steht doch 2027 das 150-jährige Jubiläum der Wehr an.

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