Große Waldbrandübung im Schönbuch

von Andreas Bühler

Sonntag, 27. September 2026

Waldbrandübungen haben eine lange Tradition bei uns in Waldenbuch und sie werden mit unterschiedlichen Wehren zusammen immer wieder im Schönbuch durchgeführt, um für den Tag, an dem ein solches Szenario eintritt, vorbereitet zu sein. Der heiße Sommer in diesem Jahr hat einmal mehr gezeigt, wie notwendig das Üben und die Vorbereitung auf einen derartigen Schadensfall sind.
Im Zuge der Planung für die Großübung am 27. September fiel die Entscheidung, die angrenzenden Kommunen des Landkreises Böblingen einzubeziehen und die Zusammenarbeit einmal mehr zu üben und zu intensivieren.
Und die Vorarbeiten hatten sich gelohnt - heraus kam eine Übung mit 12 Fahrzeugen aus 4 Kommunen, bei der zum einen die Wasserförderung über lange Wegstrecken und auch der Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen trainiert wurde.
Bei der Alarmierung gegen 8.15 Uhr war als Übungsannahme ein Traktor gemeldet, der im Wald im Gewann Sonnenrain aufgrund eines technischen Defektes Feuer gefangen hatte.
Mit dem abrückenden Einsatzleitfahrzeug ging auch die Drohne der Feuerwehr Waldenbuch in den Einsatz, um mit Hilfe aus der Luft den Brandort lokalisieren zu können. Die Entscheidung der Einsatzleitung fiel sehr bald, weitere Kräfte hinzuzuziehen. Denn die angenommene Brandstelle war zu groß, um sie alleine von den erstausrückenden Kräften aus Waldenbuch und Steinenbronn bewältigt zu bekommen.
So wurden die Feuerwehren Weil im Schönbuch und Schönaich hinzualarmiert.
Die Wasserentnahme erfolgte beim ehemaligen Bunker, im Aichgrund und im Mörikeweg, um die Wasserversorgung sicherstellen zu können. An der längsten Entfernung wurden bis zum Brandabschnitt „Wald“ insgesamt 750 m Schlauchleitung verlegt. Die andere Zuleitung zum Brandabschnitt „Traktor“ betrug circa 600 m.
Der Aufbau des Pendelverkehrs und der damit verbundenen Logistik ist für die beteiligten Kräfte immer wieder ein „Aha-Erlebnis“. Die Verlegung der beiden Schlauchleitungen wurde überaus schnell vorgenommen, so dass die Versorgung mit Löschwasser über diesen Weg zu einem sehr frühen Zeitpunkt sichergestellt war.
Bewährt hatte sich auch, dass ein Bereitstellungsraum für anrückende Fahrzeug an der Bahnhofstraße auf Höhe des Penny-Marktes eingerichtet worden war. Dieser Punkt war für alle anrückende Kräfte leicht zu finden und größtenteils bekannt.
Das Übungsziel ist erreicht worden und die interkommunale Zusammenarbeit wurde ein weiteres Mal geprobt und deren Funktionalität unter Beweis gestellt. Das betonte auch Kommandant Kayser in seinem Resümee an die Einsatzleitung.
Nach der Übung trafen sich alle beteiligen Kräfte im Waldenbucher Feuerwehrhaus und dort fassten Einsatzleiter Tobias Stauch und Kommandant Albert Kayser die Ereignisse zusammen, um einen kurzen Gesamtüberblick an alle zu geben. Die beiden dankten für den sonntäglichen und massiven Einsatz aller Beteiligten und natürlich auch den Übungsvorbereitern Markus Nagel, Christoph Adam und Hans Ottmüller, die sich ein tolles Szenario ausgedacht und die Übung hervorragend vorbereitet hatten.

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